Empfohlen Steuer auf Erbschaft? (bei kleinen u. Mittelständischen)

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.Steuer auf Erbschaft.

Klingt doch irgendwie lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

Gestern einmal wieder eine Zeitung zur Hand gehabt habe ich ein paar Nachrichten entnommen die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Es ging um dass liebe Thema Steuern ...






Und man hatte beinahe den Eindruck irgendjemand, irgendwo habe aus irgendeinem Grund gehörig etwas dagegen.

Also gegen das "etwas erben".

Es wurde das Argument angeführt "es" wäre ungerecht gegenüber jenen die nichts oder nur sehr wenig erben.

Aber warum?

Kann oder sollte man diese These unterstreichen?


Fassen wir mal zusammen:

Sollten Erbschaften irgendwann einmal so hoch besteuert werden dass es sich rein theoretisch nicht mehr lohnt überhaupt zu erben, wer würde dann überhaupt noch etwas zum vererben aufbewahren beziehungsweise sparen?

Ist es nicht gerade so dass das sparen für die Nachkommen viele Papa's und Mama's, Oma´s und Opa´s überhaupt antreibt etwas beiseite zu schaffen?

Ich finde die Argumente klingen sehr unfein "Erbschaften sind zu wenig besteuert weil ... ?"


Rollen wir das ganze doch mal von hinten auf.

Herr Mustermann, geboren 1945, 2 Kinder. Er selbst stammt aus einer Familie die nichts für ihn zurück gelegt hatten. Herr Mustermann musste sehr früh sehr hart arbeiten. Er machte eine Lehre, hatte später einen guten Job.

60 Stunden die Woche. Sein gesamtes Berufsleben lang. Für seinen Lohn zahlte er natürlich Lohnsteuer.

Heute erhält er Rente. Auch diese ist versteuert, Herr Mustermann arbeitet noch heute auf Minijob Basis.

Weil die Rente halt gerade so reicht und er sein Erspartes nicht anfassen möchte, solange er es nicht muss.

Er hat eine ordentliche Summe gespart.

Für die Kinder, damit die einen besseren Start haben als er.

Herr Mustermann hat ein Haus gebaut.

Groß genug, damit die Kinder später auch einmal etwas davon haben.

Auch für dieses hat er Steuern bezahlt.

Im Preis eines jeden einzelnen Ziegelsteins enthalten war natürlich die Mehrwertsteuer.


Herr Mustermann ist, nach seiner bereits 2016 verschiedenen Frau, 2018 verstorben. Seine beiden Kinder erben das Zweifamilienhaus sowie sein Erspartes.

Beide Kinder sind bodenständig und haben Familie.

Beide Familien stehen mit allen Beinen fest im Leben, konnten jedoch selbst bislang keine Rücklagen bilden da sie bis jetzt zur Miete leben und es gerade so reicht.


Von dem Ersparten wollen sie das Haus renovieren welches sie später gemeinsam bewohnen wollen.

Müssten sie das Erbe nun höher versteuern könnten Sie all dies womöglich nicht tun.


Womöglich müsste das Haus verkauft werden und Herrn Mustermanns hart erarbeitetes Lebenswerk ginge gewissermaßen vor die Hunde.

Herr Mustermann würde sich wohl im Grabe umdrehen.


Wir sehen, bis etwas erspartes überhaupt vererbt werden kann wurde es bereits mindestens zweimal verteuert.

Und das ist auch so, wenn man einen Silberbarren (Ausnahmen bei differenzbesteuerten Produkten wie Münzbarren oder Münzen) ...

... oder ähnliches kauft um ihn irgendwann einmal den Nachkömmlingen zu vererben.


Nun aber mal zurück zur Eingangsfrage,

ist es nun ungerecht dass nahestehende Verwandte z.B. Kinder, pro Elternteil einen Freibetrag von 400.000 € haben können?


Hört sich erst mal nach viel an.

Wenn man bedenkt dass ein "normales" Einfamilienhaus in der Regel aber bereits diesen Wert besitzt ..


Es darf auch nicht vergessen werden dass diese Regeln auch für Erben von Unternehmen o.Ä. gelten.

Aber so können unter anderem Arbeitsplätze gesichert werden von Unternehmen die einen Generationswechsel vor sich haben.


Dieses Thema über die fehlende oder magere Erbschafsteuer entflammt in letzter Zeit immer und immer wieder.

Ob nun Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer oder auch gern Reichensteuer genannt, das Kind hat oftmals viele Namen.


Sicherlich gibt es Konzepte und Regelungen die gerecht erscheinen.

Jedoch darf nie vergessen werden das jedwedes erspartes Vermögen von "Normalsterblichen" in aller Regel einen starken Aufwand und viel viel Arbeit bedeuteten.


Wie man das auch immer betrachten möchte ...

Am Rande bemerkt, es gibt immer noch Firmen Giganten die bis heute so gut wie keine Steuern zahlen.

Vielleicht wäre das ja mal die erste sinnvolle Maßnahme, bevor man bei den Kleinen und Mittelständigen anfängt?

Doch wie es die Realität (Politik) so will, macht man sich lieber vielmehr darüber Gedanken den harten Sparer ein drittes Mal zu bestrafen.


Wie betrachtet ihr diese Diskrepanz?

Ab wann sind Erbschafsteuern sinnvoll?

Sind sie es ... ?


Bis demnächst, euer Silbermatze ;):thumbup:

Kommentare 6

  • Erschrekend Gute Erkenntnis

  • Guter Bericht

    mfg

  • (23:30 Uhr)

    • hmm ich seh schon, kleiner Code Fehler.. ?

  • Leider stimmt es halt ... am besten wir haben alle nichts mehr, das wäre dem Staat doch am liebsten.

    Danke für die Denkanstöße.