Wie bist du auf das Thema Edelmetalle gekommen?

  • Hallo zu später Stunde,

    Mich interessiert wie ihr auf das Thema Münzen etc. gekommen seid?

    Warum ausgerechnet Edelmetalle?


    Ich möchte mal meinen Erfahrungswert schildern, begonnen bei meiner hiesigen Bank (Name möchte ich nicht nennen)

    Im Prinzip hat mich Reichtum schon immer fasziniert und deshlab bin ich wohl oftmals vom einem Loch in das nächste Loch gestolpert.

    Man könnte sagen von der einen Schei*** zur nächsten Schei*** ^^ Gut, aber das nur am Rande erwähnt ...


    Irgendwann bin ich wohl aus heiterem Himmel häuslich geworden und habe es doch gewagt mich an das Thema Frauen heranzuwagen. (Auweia nun bin ich vergeben) =O:P

    Doch das bringt auch viele Verpflichtungen mit sich, schlussendlich will man für die eigene Familie viel erschaffen.

    So bin ich eben zur Bank um mich beraten zu lassen und habe mir leider ein paar Aktien aufschwatzen lassen, das wusste ich damals aber noch nicht das ich fasst alles an eingesetzter Kohle verliere.

    Meine Bank hatte mir zu der Zeit im wahrsten Sinne das blaue vom Himmel versprochen und ich bin halt leider voll in das Fettnäpfchen getreten wenn man das so ausdrücken darf.


    Um meinen Roman mal abzukürzen, ich habe leider über die Hälfte meines Einsatzes bei der Bank verloren und hatte zeitweise echt mit meinem Ego zu kämpfen.

    Es war zwar nicht so viel Geld das ich gleich zum Amt gehen musste, nein das nicht. Aber ich hatte mich halt vollkommen verloren gefühlt.

    Zu der Zeit habe ich mir dann Nächte über die Ohren geschlagen und viel im Internet sowie auf YouTube Informationen eingeholt.


    So bin ich nach und nach auf das Thema EM gekommen und seither sehr glücklich damit. Vielleicht war mein Weg auch ein Wink mit dem Zaunpfahl das ich deshalb nun glücklicher EM-Sammler bin. :love::thumbup:

    mfg :)

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  • Ein Hammer Bericht, danke für die offenen Worte.

    Ich finde es jedoch immer sehr faszinierend wie viele Menschen mehr oder weniger auf die gleiche Art zum Edelmetall kommen.

    Früher war das meiner persönlichen Einschätzung nach noch anders gelagert.

    Ein Bankberater war eben das was er eben war, ein Bankberater!

    Heute habe ich mehr das Gefühl man redet mit einem Verkäufer der einem nur die Produkte anraten will.

    Freilich ist das nicht bei jeder Bank der Fall aber doch bei einigen.

    Ich habe mittlerweile einen gesunden Abstand zu meiner Hausbank geschaffen.

    Damit fühle ich mich wesentlich besser und vor allem freier!


    Was du erwähnst im Hinblick Internet...

    Ich finde es ja immer äußerst bemerkenswert das viele die freie Informationsquelle (Internet) verteufeln.

    Vielleicht ja auch aus dem Aspekt heraus, weil es eben zu jedem Thema eine andere Sichtweise gibt die nicht jedem Berater in die Schuhe passt.

    Bei mir hat das Thema allerdings schon viel früher angefangen, ich sage nur...

    Stichwort: Dagobert Duck und die lustigen Taschenbücher!

    Klingt total bescheuert aber genau so hatte es bei mir begonnen zu fruchten. 8):thumbup:

    glg

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  • Guten Abend zusammen,

    ein äußerst interessantes Thema! Interessant wie ihr an das Thema Edelmetalle herangetreten seid.


    Ich bin zum Glück noch nicht in die Misere geraten viel Geld durch ein Investment zu verlieren (wahrscheinlich bin ich da auch noch zu jung für^^).
    Letztendlich bin ich ganz einfach über die 10€ Silbermünzen an das Thema geraten. Zu meinem 18 Geburtstag bekam ich ein gutes dutzend Exemplare von meinem Onkel. Zu dem Zeitpunkt war ich mir allerdings überhaupt nicht über den Materialwert bewusst. Als ich dann vor 2 Jahren ein bisschen recherchierte, staunte ich nicht schlecht. Da ich zu dem Zeitpunkt ein wenig Geld über hatte, beschloss ich mir eine richtige Anlagemünze zu kaufen und entschied mich für den goldenen Wiener Philharmoniker. Ja und seitdem kaufe ich nun sehr regelmäßig Edelmetalle und irgendwie macht mir das total Spaß...hätte ich zu Beginn nicht gedacht^^

    LG

    Lukrem :)

  • Warum ausgerechnet Edelmetalle?

    Nun, ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen und schäme mich nicht dafür. Ich war nie in der Situation viel Geld verloren zu haben und viel Geld zu besitzen. Die Möglichkeit, materielle Werte anzulegen, bleibt vielen vorenthalten und auch mir war es bis vor ein paar Jahren nicht möglich, Geld zurückzulegen und wenn, habe ich in lebensalltägliche Dinge investiert, die schon sch* teuer sind. Mehr ging nicht. Auch mit einem Zweitjob kam ich nicht zum sparen, obwohl hier die Möglichkeit bestand. Ich kann mit digitalen Zahlen nicht sparen. Ich bin zu blöd und zu schwach dafür...

    Trotz der einfachen Verhältnisse haben mich Themen, wie Politik, Wirtschaft und Geschichte immer sehr interessiert und sehe unsere heutige Gesellschaft sehr kritisch und fragwürdig, oft nicht positiv. Durch den täglichen Geldverkehr ..."schon wieder teurer geworden. Warum soll ich das zahlen? - Weil ich keine Wahl habe!" wiederholt sich die Murmeltier- Situation.

    Persönlich habe ich die Währungsreform 1990 (Kurs 1:4, DM:OM) mit 16 Jahren miterlebt in finanz. chaotischen Zuständen. Die zweite Währungsreform 2002 (Kurs 1:2, Euro:DM) mit der Erkenntnis, dass der Staat uns "kleinen Steuerzahlern" wieder gefi**t hat. Bereits 18 Monate später waren die Lebensmittelpreise auf dem Niveau vor dem Euro. Die Geldentwertung, die ich 90 und 02 miterlebt habe, war für jeden spürbar, auch wenn die Verantwortlichen bis heute argumentieren, alles richtig gemacht zu haben. ...*wir haben alle auf der Stirn "BLÖD" zu stehen. Der "Pöbel" wird die Kartoffel fressen...*

    Zu dieser Zeit war ich überhaupt nicht in der Situation Geld zu "managen". Aber ich habe für mich persönlich gelernt, dass sich die Geschichte immer wiederholt. Seit Bismarck gab es 7(?) Währungsreformen. Und wer hat dafür immer wieder geblutet? Wer waren die Nutznießer? Die Lügen und Tragödien wiederholten sich und die Presse tat ihr Übriges dazu. Steuerzahler, die ein paar Scheine erspart hatten, waren ausgeliefert. Das ersparrte Geld wurde umgetauscht in die neue Währung, ohne zu Fragen. Es wurde besimmt und festgelegt. Reine Willkür. Das gleicht in meinen Augen einer Zwangsenteignung oder -abgabe. Das hat alles nichts mit Demokratie zu tun. Viel schlimmer noch, die dt. Bürger wurden belogen. Was die "Ossis" 90 zum "Wohle" der Einheit aufgeben mussten, geschah in bzw. während der Eurozeit mit Gesamtdeutschland für die EU. Im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte, war aber auch immer wieder interessant, welche Werte die Währungen überstanden, auch für den kleinen Mann, der keine Grundstücke und Autos hatte. Eben Sachwerte. Hier gibt es so viele Bsp., die mehr oder weniger für den ein oder anderen in Frage kommen konnten. Gold und Silber waren für mich noch sehr unnahbar. Einfach nicht greifbar.Und mit immer mehr beginnendem Interesse für Sachwerte kristallisierten sich die EM doch deutlich hervor durch ihre Vorgeschichte (Goldstandards), die Wertspeicherung und das Verhältnis zwischen Ausgabe und Einnahme durch den Handel und Verkehr weltweit.

    Ich bedauere es sehr, dass ich nicht früher dafür Augen und Verstand hatte und es spielt in meinen Augen auch keine Rolle ob 2000 Euro oder nur 20 Euro pro Monat Investition. Die Investition in EM, ob monatlich, vierteljährlich oder halbjährich verstehe ich als Umschichtung des Kapitals. Das Verständnis ist die Grundlage und nicht die Größe des Geldbeutels. Mit EM kann ich endlich sparen, auf meine Weise. Die Mehrheit der dt. Geldressourcen liegen nach wie vor auf Sparbüchern & Co. Zum Bedauern...Währungen kommen und gehen, EM sind nachhaltig.


    lg slywalker

  • Warum ausgerechnet Edelmetalle?

    Nun, ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen und schäme mich nicht dafür. Ich war nie in der Situation viel Geld verloren zu haben und viel Geld zu besitzen. Die Möglichkeit, materielle Werte anzulegen, bleibt vielen vorenthalten und auch mir war es bis vor ein paar Jahren nicht möglich, Geld zurückzulegen und wenn, habe ich in lebensalltägliche Dinge investiert, die schon sch* teuer sind. Mehr ging nicht.

    Hallo,

    Das ist genau einer meiner Beweggründe warum ich das alles mache was ich mache!

    Ich finde es heute eine Unverschämtheit das so viele Menschen sich buchstäblich krumm buckeln und trotzdem schauen müssen wo sie bleiben.

    Z.B. bei Mieten oder ganz einfach nur die Lebenshaltungskosten und und und ... da gibt es viele Aspekte.

    Danke das du das so offen ansprichst, ich denke viele haben heute das gleiche Problem.

    Leider wird das oftmals von hartcore Sammlern missverstanden wenn ich dann in meinen Videos erzähle, fangt klein an aber fangt an und wenn es eben nur die kleine Silber-Unze ist!

    Es muss nicht immer gleich eine Unze Gold sein es darf auch was kleineres sein.

    Oft wurde ich da schon blöd angemacht nach dem Motto, ja aber die Aufschläge?

    Interessiert doch keinen, was interessiert ist was man sich am Ende leisten kann!?

    Da ich eine Zeit lang auch mit Armut zu kämpfen hatte weiß ich sehr genau wovon ich spreche und wieso ich das in meinen Videos ein wenig anders betrachte.

    Aber da sieht man dann andere Meinungen wo es heißt, kaufen Sie eine Unze Gold Krügerrand da haben Sie die geringsten Aufschläge.

    Das stimmt schon soweit, nur ist das in meinen Augen realitätsfremd zu glauben jeder von der Bevölkerung hat mal eben 1100EUR zur Verfügung.

    glg ;):thumbup:

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  • Das sind alles total interessante und doch so unterschiedliche Beweggründe. Einfach klasse der Thread hier :thumbup:

    Ich habe zum Glück das Privileg von meinen Eltern (gerade durch meine Mutter, alleinerziehend) ein relitiv gutes Wertgefühl vermittelt bekommen (Konsum ist niemals König) aber hoffe dennoch, dass ihr mir als "Jungspund" noch einiges mit auf den Weg geben könnt. Selbstverständlich bin ich auch jederzeit bereit zu helfen :)

    LG

    Lukrem :)

  • Das sind alles total interessante und doch so unterschiedliche Beweggründe. Einfach klasse der Thread hier :thumbup:

    Ich habe zum Glück das Privileg von meinen Eltern (gerade durch meine Mutter, alleinerziehend) ein relitiv gutes Wertgefühl vermittelt bekommen (Konsum ist niemals König) aber hoffe dennoch, dass ihr mir als "Jungspund" noch einiges mit auf den Weg geben könnt. Selbstverständlich bin ich auch jederzeit bereit zu helfen :)

    Na es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Ich habe vor langer Zeit von meiner Oma eine 20Mark Kaierreichsmark bekommen.

    Konnte nie damit was anfangen bis mir Silbermatze gezeigt hatte was die mittlerweile wert ist. Ich staunte nicht schlecht. Über 260€ waren es und meine Oma hatte sie bei der Bank für 50Mark gekauft.

    Seither bin ich voller Elan dabei und unterstützte meinen Mann dabei wann immer ich Zeit dafür aufbringen kann. :)

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  • Bei mir war auch meine Oma "schuld" :) Als ich noch ein Kind war hat sie für mich immer wieder einmal 25 Schilling Silbermünzen gekauft, später dann die 50 Schilling und als ich Teenager war die 100 Schilling. Kann mich noch gut erinnern, wie stolz ich war, wie reich ich mich gefühlt habe und wie das geglänzt hat ^^Das Album habe ich mir damals immer wieder mal zur Hand genommen und eine neue Münze hinzuzufügen war ein unglaubliches Gefühl.


    Während meines Studiums wollte ich dann unbedingt eine Zusatzausbildung machen und da ich als Student kaum/kein Geld hatte, habe ich die Silbermünzen verkauft. Damit war dann mal Pause mit Edelmetalle.


    Als ich dann Arbeiten ging, hatte ich wieder die Möglichkeit Geld zu sparen. Zuerst mal ein wenig aufs Konto, dann Aktien/Fonds und weil es heißt man solle ca. 10% an physischen Gold haben, habe ich angefangen Goldbarren zu kaufen - da hätte ich schon merken können, dass mich Edelmetalle mehr reizen als Aktien, Fonds,... . Es war ganz was anderes, diese in der Hand zu halten, als auf dem Wertpapierdepot ein paar Zeilen zu lesen...


    Dann starb meine Oma und ich erbte einige Ihrer Münzen. Die ganzen schönen Erinnerungen kamen von damals wieder hoch und nun ja, jetzt bin ich hier und sammle weiter :)

    Dabei hoffe ich, dass ich meiner Lebensgefährtin und meinem Stiefsohn (12 Jahre) das Sparen auch ein wenig näher bringen kann, die geben nämlich nahezu alles aus 8| Mein eigener Sohn ist erst 1,5 Jahre... Vielleicht schaffe ich es ja, Ihnen auch ein wenig von den Freuden des Münzensammelns mitzugeben:)