Limits beim Kauf setzen?!

  • Für alle Käufer von physischen EM stellt sich wahrscheinlich irgendwann die Frage, ob die bezahlten Preise gerechtfertigt sind und die eingesetzte Kohle auch beim Verkauf wieder zu erzielen ist. Oder bin ich schon im Bereich der Spekulationen, wenn ich für eine Silberunze 23 Euro und mehr bezahle bei einem Silberpreis von 16 Euro?

    Ich musste in den letzten Tagen darüber nachdenken, in was ich in der Vergangenheit investiert habe. Darunter doch einige Münzen, für die ich sicher keinen Mehrwert erziehlen kann. Folglich die Selbstkritik an mich wiederholend vor Augen zu halten "back to the roods", d.h. möglichst nahe am Spot kaufen. Das sagt sich so leicht, bei dem riesigen Angebot und wirklich schönen Motiven. Aber wir reden doch von einem sehr kleinen Markt von physischen Liebhabern, oder? Es gibt viele Faktoren in der Preissetzung, die ich nicht aufzählen kann, aber ich bin der Meinung, dass die Wertsteigerungen sehr oft vorweggenommen werden beim Erstverkauf.

    Ich verfolge einige You-Tube-Kanäle in der EM-Community mit Begeisterung, die unabhängig von finanz. Interessen sind und es wird mehr und mehr die Preispolitik angeprangert.

    Es geht hierbei nicht um einzelne Händler, die Fantasiepreise aufrufen, sondern neue Münzen, neue Serien die vermehrt den Markt überschwemmen und bei 23, 24 Euro anfangen.


    Ist also ein persönliches Limit sinnvoll, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden?

    Vielleicht könnt Ihr ja auch über eure Kaufstrategie etwas schreiben, oder kauft Ihr alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist?

    Hat sich außerdem eure Kaufstrategie im Laufe der Zeit geändert?


    lg slywalker


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  • Ich habe häufig das Problem, überhaupt noch Geld für Bullions über zu haben. Meistens gebe ich das von mir festgelegte Budget für eher numismatische oder semi-numismatische Münzen aus und habe letztendlich dann keins mehr für die standard Münzen. Jedes Mal denke ich dann darüber nach ob der Kauf so clever war oder einfach nur durch Motive/begrenzte Auflage etc. beeinflusst wurde.

    Außerdem wusste ich zu Beginn meines Edelmetallinvestments nicht genau welche Serie ich kaufen soll und habe gleich mit einem Dutzend angefangen, was mir dann relativ schnell zum Verhängnis wurde und auf Dauer (zumindest bei meinen finaziellen Mitteln als Student) einfach nicht finanziell zu wuppen ist ^^

    Letztendlich bin ich jetzt bei 3-4 Serien angelangt und versuche in Zukunft auch vermehrt in Bullions zu investieren, welche bei Bedarf schneller veräußert werden können und zu denen ich keine hohe emotionale Bindung aufbaue. Aber das sind vorerst alles nur weise Wort und ich glaube es selber erst sobald ich die Bestellung getätigt habe :D:)

    LG

    Lukrem :)

  • ...vlt. hat es aber auch etwas positives, indem die Münzen offensichtlich (überteuert) angeboten werden.

    Bsp.: Der "Bottlenose Dolphin" wird für 24 Euro +++ angeboten. Ich hab mir diesen Kauf verkniffen,obwohl ich dieses Motiv gelungen finde. Aber ich komme mit der "Preisfindung" nicht klar. Nur weil es eine Auflage von 25.000 hat? Die Münze ist neu auf dem Markt und liegt jetzt schon weit über Schmerzgrenze.

    Es gibt viele weitere Bsp., bei denen es nicht besser bzw. günstiger wird. Wir reden hier auch nicht von "rückwerts kaufen".

    Vlt. bedarf es ja an solchen Kontrasten, um darüber nachzudenken...

  • Ich muss leider auch gestehen, dass ich anfangs zu viel auf einmal gekauft habe. Genauso sieht es mit Kettner Edelmetalle aus, ich ärgere mich immer noch über den Kauf :cursing:

    Im Nachhinhein ist man halt immer schlauer und Fehler sind zum Lernen da. Wie sagt man so schön: Blöd ist man erst sobald man den selben Fehler zwei Mal begeht ^^ und ich habe bis jetzt weder abermals bei Kettner bestellt noch ein zweites Mal eine sehr große Summe investiert ^^

    LG

    Lukrem :)


  • Deutschlands erste Pfandleihschule, jetzt nachschauen ...
  • Sehe ich genauso, aber mir geht es nicht um einzelne Händler bzw. "Teleshoppings" X(, wie von Dir oben erwähnt. Vielmehr die aufgerufenen Preise von neuen Serien. Ich möchte die Münzen auch nicht schlecht reden. Jeder soll kaufen, was er für richtig hält. Am Ende des Tages ist und bleibt aber der reine Materialwert Gegenstand. Sammlerstücke brauchen hingegen immer einen Abnehmer, der den gewünschten Einsatz auch bereit ist zu zahlen. Das kann sich sehr schwierig gestalten.

    Der Gedanke ist vielmehr, im eigenen EM-Portfolio überwiegend/hauptsächlich BU zu halten und nicht nur als Basis zu verstehen, sondern dauerhaft, um Verluste zu minimieren. Also ca. 18% über Spot bei Modernen oder Junk bei ca. 13% (Silber). Der Versuchung, der wir unterliegen, Einhalt gebieten. ...so gut es geht. Das Fleisch ist schwach.

    Natürlich gibt es Serien aus der Vergangenheit, die zum aktuellen Zeitpunkt irre teuer geworden sind. Bsp. die erste Lunar Serie, einfach phantastisch. Aber wer zahlt 60 Euro und mehr für eine Münze? Ein paar wenige Sammler vlt., aber diese Investition ist in meinen Augen nur einseitig, oder?

    Auch ich hab mit der Chiwoo-Serie, oder Pandas alles andere als eine Garantie, den Einsatz wieder rauszuholen. Realistisch wäre ein Verlust von ca. 40% in meinen Augen. Viel zu teuer und selbst die aktuelle Ausgabe China Panda 2019 mit 20 Euro bei einer Auflage von 10 Mio. ist völlig verrückt. Schöne Motive sind keine Rechtfertigung für die aufgerufenen Preise. Der Verlust ist vorprogrammiert. (#Selbstkritik)

    Es gibt sehr, sehr viele Bsp. für überteuerte Münzen, ob aus China, USA, Südafrika oder Europa. Die Messlatte sollte der Tageskurs sein, oder? Gerade für Anfänger wie mich, ist es sehr schwer, sich auf das wesentliche zu konzentrieren.
    Kurz: Preiswerte EM kaufen und warten, warten auf den geopolitischen Knall. Leichter gesagt als getan...


    lg slywalker

  • Hallo lieber Slywalker,


    die Frage nach der Kaufstrategie ist richtig gut.

    Das täte mich auch interessieren.

    Ich bin jetzt zurzeit auf dem Standpunkt, die Edelmetalle nur als Absicherung zu betrachten.

    Im Notfall möchte ich mich schnell davon verabschieden können.

    Ich kaufe nur Maple leaf (monatlich) und je nach Möglichkeit eine 1/10 Unze Krügerrand oder Philharmoniker.

    Und wenn mal Geld kommt, wie bei der Kündigung der Riesterrente, gerne auch mal die Unze davon. Aber eher sehr selten.


    Danke für Deinen Beitrag.

    Wie gehst Du denn vor?

  • Mein aktuelles Silber-Portfolio hat einen Sammlerwert bei entsprechenden Münzen (Sammlermünzen) mit Potential zur Steigerung und Mehrzahlung im Kauf ein Verhältnis zu BU von fast 40%. Das ist viel zu viel und zeigt mir persönlich, dass ich schleunigst umdenken muss. d.h. bisherige Ausgaben in Silber sind zu fast 40% nur auf Spekulation ausgelegt, also Münzen mit deutlichen Aufschlägen. Daher persönlich in Zukunft wieder mehr in BU und weniger in Sammlermünzen. Vlt. ein Ziel von 10%-15% Sammlerwerte. Einfach um das Risiko zu verringern.

    Ich finde deine Strategie sehr gut. Du kaufst mit den o.g. EM nahe am Spot und im Krisenfall zählt nur der Materialwert. Da zahlt dir keiner 10 Taler mehr, weil das Motiv hübsch ist.

    Nochmal zum Limit: aktuell 20 Euro !?! ist schon recht teuer. Vielleicht eine Grenze!?!

    BU wie Maple Leaf, Känguru, American E., Arche Noah u.v.a. liegen bei 16,5.

    ...back to the roots. 90% BU & 10% Sammlerwert, damit könnte ich leben.


    Dank an der Stelle nochmals für die detallierte Datenbank "Mein Depot", die für die persönliche Analyse Voraussetzung ist.


    lg slywalker

  • Ich bin da aber auch so ein gefährlicher Typ! Seid Tagen liebäugle ich schon wieder mit der neuen Sammler Münze rund um den Stormtrooper von Star Wars die es jetzt im Vorverkauf bei PS-Coins gibt.

    Ich weiß das es oftmals eigentlich ein totaler Blödsinn ist nur noch die Sammler Münzen zu kaufen.

    Deshalb habe ich dieses Monat erst mal wieder auf stink normale Silberbarren von der Scottsdale Mint zurück gegriffen.

    Mein Geheimtipp, kurioser Weise sind die 100G Scottsdale Mint Barren derzeit rund 3EUR günstiger wie die Cook Münzbarren die nicht mal mit der Mehrwertsteuer belegt sind.

    Nur warum das so ist habe ich noch nicht ganz begriffen? :/


    Aber hier mal ein Beispiel:


    100gr Scottsdale Mint 999 Silberbarren

    COOK Islands Münzbarren new Generation SMI 100g Ag

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  • hallo

    Könnte daran liegen das die Cook Barren geprägt sind mit Zertifikat und eingeschweißt das macht vielleicht 3euro ausmachen.


  • Deutschlands erste Pfandleihschule, jetzt nachschauen ...
  • hallo

    Könnte daran liegen das die Cook Barren geprägt sind mit Zertifikat und eingeschweißt das macht vielleicht 3euro ausmachen.

    Das wäre tatsächlich eine Variante. Wobei die Cookbarren ja differenzbestuert sind und die Scottsdale Barren nicht. Na wie auch immer, Silber ist Silber und von daher ist es mir ziemlich einerlei in welchem Zustand die Barren sind. Ohnehin konzentriere ich mich wieder auf BU Münzen wie Kängurus, Krügerrands und nebst eben Barren und Junksillber Münzen. :)

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  • Ich bin da aber auch so ein gefährlicher Typ! Seid Tagen liebäugle ich schon wieder mit der neuen Sammler Münze rund um den Stormtrooper von Star Wars die es jetzt im Vorverkauf bei PS-Coins gibt.

    Ich weiß das es oftmals eigentlich ein totaler Blödsinn ist nur noch die Sammler Münzen zu kaufen.

    Deshalb habe ich dieses Monat erst mal wieder auf stink normale Silberbarren von der Scottsdale Mint zurück gegriffen.

    Mein Geheimtipp, kurioser Weise sind die 100G Scottsdale Mint Barren derzeit rund 3EUR günstiger wie die Cook Münzbarren die nicht mal mit der Mehrwertsteuer belegt sind.

    Nur warum das so ist habe ich noch nicht ganz begriffen? :/

    Noch jemand der lieber in Barren investiert, evtl. umschichtet?. Bin auch schon seit längeren am Überlegen ob das überhaut Sinn macht mit den ganzen hübschen Sammelmünzen. Gerade habe ich erst wieder einzeln gekauft. Das gleiche hätte ich auch beim ersten mal kaufen können, aber wie immer wollte ich erst nicht so viel Geld aus geben.

  • Nun ja formulieren wir es mal so, ich versuche mich jüngst von dem Gedanken zu lösen jede „seltene“ PP Münze in meinen Portfolio haben zu müssen.

    Deshalb greife ich in letzter Zeit wieder vermehrt auf Barren und BU-Tuben zurück.

    Ganz einfach auch deshalb weil es platzsparender ist.

    Und man glaubt es nicht aber irgendwie habe ich mich an den Sammlermünzen teilweise satt gesehen.

    Mich langweilt es eher das hier immer mehr und mehr auf dem Markt geschmissen wird.

    Das verwässert irgendwie die Semi Numismatic an sich.:/

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  • Ja, ein Limit ist auf jeden Fall sinnvoll. ( Ich sammle seit 2017 wieder) zu Beginn hatte ich eigentlich ein festes Limit, also bei den Preis waren es 20€. Liegt auch daran das ich damals zum eher falschen Zeitpunkt angefangen hatte. Weiß auch nicht wann ich den aus den Augen verloren habe. Bis jetzt habe ich noch nicht wirklich eine Anlage hin gelegt. Dank meines Vater's bin ich wohl so ein richtige Sammlerin, aber von Sinnvollen Düngen und in Maßen. über das sind ja eher Münzen die ich nicht her geben mag. Ich denke auch das die vielen neuen Serien die alten Semi Bouillon in Vergessenheit geraten lassen. In letzter Zeit geht mir dazu so viel im Kopf herum.

  • Ich denke, solange es mir irgendwie möglich ist, Silber (und ein bisschen Gold) zu kaufen, werde ich das tun, selbst dann, wenn die Unze Silber bei 40 Euro angekommen ist.

    (Frage an die alten Hasen unter Euch: Hätte sie das nicht eigentlich schon längst sein müssen??? )


    Zurzeit investiere ich monatlich ca. 200 Euro in Edelmetalle.

    Wenn die Silberunze also darüber liegt, wäre das sehr wahrscheinlich mein Limit ;-)


    lg Martin


  • Deutschlands erste Pfandleihschule, jetzt nachschauen ...
  • Auch der Kilo-Brocken von der Scottsdale Mint sieht ja richtig super aus.

    Zum reinen Umschichten ist das sicherlich eine gute Idee.

    Wird halt nur blöd, wenn man irgendwann ein Kilo Silber gegen einen trockenen Kanten Brot tauschen möchte...


    lg Martin

  • Auch der Kilo-Brocken von der Scottsdale Mint sieht ja richtig super aus.

    Zum reinen Umschichten ist das sicherlich eine gute Idee.

    Wird halt nur blöd, wenn man irgendwann ein Kilo Silber gegen einen trockenen Kanten Brot tauschen möchte...


    lg Martin

    Tatsächlich sind die normalen Bullionmünzen aber meistens im Verhältnis günstiger als die Kilobarren und Kilomünzen.

    Zu Beginn habe ich fälschlicherweise gedacht, dass die großen Kilomünzen die bessere Wahl sind und mir einige davon gekauft. Letztendlich hätte ich mir auch gleich eine Masterbox Maples kaufen können und wäre meiner Meinung die bessere Lösung gewesen. :S

    Abgesehen, dass sich die Maples auch wieder einfacher veräußern lassen ^^

    LG

    Lukrem :)

  • Danke für die vielen Antworten, aber...

    Butter bei die Fische.

    Limit ja oder nein?

    ... gemessen an der privat. teuersten Münze im eigenen Portfolio?


    Meine persönl. Rechtfertigung ist der Ausgleich mit einfachen BU im Gesamtportfolio. Und ich liege falsch. Es zeigt doch auch eine gewisse Schwäche auf der Käuferseite, oder?

    Limits, eine Frage des Charakters? Die Hersteller & Verkäufer kennen diese "Schwäche". Wer garantiert mir diesen Mehrwert von limitierten Ausgaben? Die Hersteller? Die Händler? *hust* Garantiert ist nur das Material, sonst könnte ich mir doch auch Buntmetalle zulegen, oder?


    Persönlich: bisher nein, aber ein Umdenken ist wichtig und tendiert zu ja. Ich bin noch nicht lange im EM-Invest tätig, aber eine einfache BU oder eine Sammlermünze mal Tubegröße... da kommt einiges zusammen auf Dauer.


    lg slywalker

  • Ich finde es zum Teil recht schwer eine vernüftige Entscheidung zwischen kleiner Stückelung und geringem Aufgeld zu finden. Beispielsweise bei Goldmünzen oder -barren ist dies bei mir immer der Fall, ich kann mich meistens nicht zwischen einer 1/10 Unze oder einer ganzen entscheiden. Mit der 1/10 ist man zwar felxibler und Einkaufspreis ist natürlich niedriger, was mehrere Käufe zulässt, aber der Aufschlag ist letztendlich auch höher. Bei der einen Unze habe ich dann das Problem, dass sie wesentlich teurer ist, aber eben der Aufschlag sehr gering.

    Immer wenn ich mir dann eine 1/10 Unze kaufe, habe ich das Gefühl zu viel für das Material berzahlt zu haben. Denn eigentlich will ja jeder möglichst viel für sein Geld haben. Nur leider reicht es bei mir nicht monatlich für eine Unze Gold ^^

    Andererseits denke ich mir dann auch wieder, dass alleine der Besitz von Edelmetallen wesentlich besser ist als wenn man keine besitzt - auch wenn der gezahlte Aufschlag etwas höher ist.

    LG

    Lukrem :)


  • Deutschlands erste Pfandleihschule, jetzt nachschauen ...